Transformationsprozesse in Städte – Was wird aus den Hauptverkehrsstraßen in Gründerzeitquartieren? Das Beispiel Georg-Schwarz-Straße in Leipzig-Leutzsch

Die gründerzeitlichen Hauptverkehrsstraßen sind in der Zeit der größten Stadtexpansion entstanden und spiegeln heute den Schrumpfungsprozess in den ostdeutschen Städten wider. Bevölkerungsrückgang, Bevölkerungsalterung, Abwanderung und Suburbanisierung werden besonders hier deutlich. Wohnungs- und Ladenleerstand gehen einher mit einer Funktionsentleerung dieser historisch bedeutenden Straßen. Investitionen bleiben aus, da ein Überangebot an Wohnungen in besseren und ruhigeren Lagen vorhanden ist. Die Gewerbetreibenden verlieren dadurch ihre Nahkundschaft. Diese früher beliebten Geschäftsstraßen stehen heute in Konkurrenz zur Innenstadt und zu den zahlreichen Einkaufszentren. Viele Geschäfte mussten bereits schließen. Heute dominiert in diesen Straßen die Verkehrsfunktion.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, was aus diesen stadträumlich sehr bedeutsamen und für die Nahversorgung wichtigen Hauptstraßen in den Stadtteilen wird? Welche zukünftige Bedeutung können diese Straßen für den Stadtteil bzw. für die gesamte Stadt haben? Welche Ansätze gibt es, die Straßen zu revitalisieren? Welche Möglichkeiten bestehen, die Akteure im Straßenraum zu organisieren? Diesen Fragen geht die Diplomarbeit von Jeanette Müller am konkreten Beispiel der Georg-Schwarz-Straße in Leipzig-Leutzsch nach.

Diese sehr praxisorientierte Diplomarbeit von Jeanette Müller gibt einen guten Überblick über verschiedene Organisationsformen wie Quartiersmanagement, Geschäftsstraßenmanagement und Business Improvement Districts und diskutiert deren Vor- und Nachteile. Darüber hinaus wird ein Maßnahmenkatalog zur Revitalisierung dieser Straße erstellt, mit Vorschlägen, die nachahmenswert und verhältnismäßig unaufwändig zu realisieren sind.

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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.