Business Improvement Districts im Kontext von Good Governance
Das Modell zur Aufwertung von Geschäftszentren der Business Improvement Districts wird in Deutschland bereits seit einigen Jahren diskutiert. In Hamburg existiert seit 2005 das erste „BID-Gesetz“. Das Modell der BIDs wird in dieser Diplomarbeit von Michael Abraham in Zu-sammenhang mit dem der Verwaltungsreform und politischen Steuerungsebene zugrunde liegenden Leitbild Good Governance gestellt. Es wird das Zusammenwirken öffentlicher und privater Interessen untersucht.
Die zentrale Fragestellung der Arbeit lautet: Kann das Modell BID einen Beitrag zu den Bemühungen der Kommunalverwaltungen um eine Entwicklung im Sinne von Good Governance leisten? Zuerst werden dazu die Kernelemente von Good Governance, die sich hinter zahlreichen Reformkriterien verbergen, herausgearbeitet. Im zweiten Teil wird dann der Stand der Implementierung des Modells BIDs in Deutschland aufgezeigt. Eine Gegenüberstellung des Instruments BID mit dem Leitbild Good Governance ergibt schließlich im Fazit, dass BIDs gleichermaßen Folge und Ausprägung des Effektivitäts- und Effizienzprinzips des Leitbilds Good Governance sind. Die Zusammenarbeit zwischen kommunaler Verwaltung und Teilen der privaten Gesellschaft im gesamten Prozess eines BIDs kann wirkungsvolle, privat finanzierte Maßnahmen zu Wege bringen, die nicht nur eine Wertsteigerung privater Immobilien zur Folge haben, sondern darüber hinaus gleichzeitig auch öffentlichen Interessen dienen und den öffentlichen Raum aufwerten. BIDs können somit einen Beitrag zu einer positiven Entwicklung der gesamten Kommune leisten.
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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.


