Ethnische Ökonomie: Die Bedeutung von Kleinstunternehmen für ein Stadtviertel, aufgezeigt am Beispiel München-Schwanthalerhöhe

Die ethnische Ökonomie rückte in den letzten Jahren immer mehr in das Blickfeld der öffentlichen Diskussion und somit auch in das Interesse der Wissenschaft. Eine Ursache dafür war, dass Personen mit Migrationshintergrund auf die verschlechterten wirtschaftlichen Bedingungen und die daraus folgende Krise im Arbeitsmarkt stärker mit Selbstständigkeit reagiert haben, als Deutsche. Es ist dabei festzustellen, dass sich ethnische Unternehmen in der Branchenverteilung, der Unternehmensführung, der Unternehmensstruktur und auch der Finanzierung erheblich von deutschen Unternehmen unterscheiden.

Um die Bedeutung von ethnischen Kleinstunternehmen für ein Stadtviertel darzustellen, müssen die drei wesentlichen Säulen dieser Thematik einzeln betrachtet werden. Diese Säulen stehen für die ethnische Ökonomie, die Stadtentwicklung und die Mikrofinanzierung/Beratung. Sie fügen sich im empirischen Teil dieser Diplomarbeit von Katrin Amhajer wieder zusammen, indem sie anhand der Unternehmer- und Passantenbefragung sowie der Leitfadengespräche auf das praktische Beispiel, den Münchener Stadtteil Schwanthalerhöhe, übertragen und anhand dessen untersucht werden.

Die empirischen Untersuchungen lassen schlussfolgernd zusammenfassen, dass ethnische Unternehmen eine stadtteilaufwertende Funktion besitzen, bei ihnen aber ein hoher Beratungsbedarf besteht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Integrationsdebatte und der besonderen Rolle ethischer Unternehmen dabei, ist es ratsam, auf diese Unternehmen verstärkt einzugehen.

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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.