Geschäftsstraßenraumgestaltung: Dokumentation der Straßenelementaufnahmen

Neben der Befragung von Personen zur visuellen Wirkung von unterschiedlichen Geschäftsstraßengestaltungen und der Messung von Aufmerksamkeitsbereichen von Probanden wurde innerhalb der Studie ein dritter Ansatz mit experimentellem Charakter auf seine Praktikabilität hin untersucht.

Kernpunkt war hierbei die Frage, inwieweit man die für verschiedene Straßenräume aufgenommenen Elementdichten in Bezug zu anderen Straßen setzen kann, um möglicherweise eine Vergleichbarkeit des Cluttering-Problems zwischen mehreren Straßen herstellen zu können. Aus den Erfahrungen in der Pilotstadt Korbach heraus ist festzustellen, dass schon eine Begehung mit der Zielstellung, einzelne Elemente zu betrachten, eine große Wirkung auf die Verantwortlichen aus Politik und Handel hat. Ausgehend von Ansätzen aus England wurde hierzu der „Clutter-Check“ als Arbeitshilfe für Ortsbegehungen entwickelt.

Die „Dokumentation der Straßenelementaufnahmen“ bildet die Datengrundlage zur Entwicklung des Clutter-Checks. Zur Ermittlung von typischen Dichtewerten einzelner, straßenraumgestalterisch wirksamer Elemente wurde eine Auflistung von üblicherweise im Straßenraum vorkommenden Elementen erstellt. Diese wurden für jeweils definierte Straßenabschnitte gezählt, wobei nicht nur die Anzahl, sondern auch die Varianz, also das Vorkommen eines Elementtyps in unterschiedlichen Ausprägungsarten, erfasst wurde. Denn neben der reinen Anzahl an Elementen trägt auch deren Unterschiedlichkeit zum Eindruck eines unaufgeräumten Straßenraumes bei.

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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.