Gute Beispiele im Umgang mit Gestaltungsvorgaben
Ein attraktives Stadtbild, das zum Verweilen in den Geschäftsstraßen der Innenstädte einlädt, ist nicht nur für die Kommunen, sondern gerade auch für den Einzelhandel und die Gewerbetreibenden in den Innenstädten von großer Bedeutung. In zahlreichen Innenstädten wird das Stadtbild jedoch dadurch gestört, dass sich Einzelhändler nicht auf eine einheitliche Gestaltung der Bereiche ihrer Straßennutzung verständigen. Stattdessen wird versucht, mit individueller Gestaltung, prägnanten Werbehinweisen und ausgefallenen Gestaltungselementen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Wie können Städte und Einzelhändler diesem Problem begegnen und auf eine gemeinsame Positionierung und Vermarktung hinwirken?
Gemeinden und Kommunen können zwar gesetzgeberisch in Form von Satzungen, wie Werbe-, Gestaltungs- und Sondernutzungssatzungen tätig werden, nicht selten treten jedoch Konflikte über Ausführung und Anwendung der Satzungen auf. Die Einzelhändler sehen die Regelungen für beispielsweise Fassadengestaltung häufig als zu streng an, während Kommunalvertreter eher strenge Regelungen für geeignet halten, um die Stadt als einen herausragenden Ort zu erhalten und zu entwickeln. Strenge Regelungen allein sind jedoch nicht in der Lage, jedes Problemfeld zu ordnen. Auch sind Satzungen zwar in vielen Städten mehr oder weniger vielfältig vorhanden, ob und inwieweit diese aber umgesetzt werden hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Denn so verschieden die in der Regel stadtindividuellen Satzungen sind, so groß sind in der Praxis auch die Unterschiede im Umgang mit diesen Regelwerken.
Die Studie gibt einen Überblick über die Bandbreite der Steuerungsmöglichkeiten zur Umsetzung von Gestaltungsvorgaben. Anhand ausgewählter Beispiele werden verschiedene Verfahrensweisen vorgestellt und Anregungen zum möglichen Vorgehen geben. Deutlich wird, dass sich pauschale Erfolgsrezepte nicht ableiten lassen, da jede Stadt ihre ganz individuelle Struktur und Planungskultur hat. Dennoch lassen sich Empfehlungen für den Umgang mit Gestaltungsvorgaben geben, die eine erfolgreiche Umsetzung zwar nicht garantieren, aber die Voraussetzungen hierfür deutlich verbessern können.
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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.


