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Arbeitsgemeinschaft aus Terraplan und Cima Beratung und Management GmbH
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Dokumentation zum Experten-
workshop, 5.9.2008 in Berlin: Sortimentslisten und Klassifikation für innerstäd-
tische Bestandserhebungen mit dem DSSW-Erhebungsraster
zum Download
DSSW-Erhebungsraster: Klassifikation zur Erhebung innerstädtischer Nutzungen
Bestandsaufnahmen bilden die Datenbasis für verschiedene Analysen sowie für die Erstellung von planerischen Konzepten wie z. B. Zentrenkonzepte, Sanierungskonzepte, Rahmenpläne, etc.
Im Bereich des Stadtmarketings kann eine Bestandsaufnahme auch die Grundlage zur Vermarktung des Standortes darstellen, indem z. B. in Form von Innenstadtplänen gezeigt wird, welche gewerbliche Vielfalt sich dem Besucher in der Stadt bietet. In der Wirtschaftsförderung kann mithilfe einer Bestandserhebung das wirtschaftliche Profil einer Kommune sehr genau festgestellt werden, um darauf aufbauend durch gezielte Akquise eine stärkere Profilierung zu erfahren. Im City-Management können die erhobenen Daten auch der Vernetzung und Abstimmung unter den Gewerbetreibenden dienen.
Wird die Bestandsaufnahme nach gleich bleibenden Kriterien in zeitlichem Abstand wiederholt, dann geben die Daten auch Auskunft über die wirtschaftliche Entwicklung an einem Ort (Panel-Untersuchung). Die Beibehaltung der Kriterien bei der Bestandsaufnahme an verschiedenen Orten erlaubt die vergleichende Analyse unterschiedlicher lokaler Gewerbe-Strukturen.
Im Rahmen des Projekts Entwicklungschancen kleinräumiger Nutzungscluster hat das Deutsche Seminar für Städtebau und Wirtschaft (DSSW) ein Erhebungsraster zur umfassenden Bestandsaufnahme verschiedener Nutzungen in Innenstädten bzw. innerstädtischen Geschäftsquartieren entwickelt.
Das DSSW-Erhebungsraster hilft bei der Identifizierung innerstädtischer Nutzungen und des Branchenmixes, indem es gegenüber bisherigen Sortiments- und Branchenlisten folgende Vorteile bietet:
- Höhere Genauigkeit in der Erfassung der Nutzungen
- Darstellung aller wirtschaftlichen Aktivitäten, also nicht nur des Einzelhandels und konsumnaher Dienstleistungen
- Erfassung von weiteren Merkmalen, die Auskunft über das jeweilige Geschäftskonzept geben (Sortiment, Wertigkeit des Angebotes, Beratungsintensität etc.)
- Erfassung von weiteren Merkmalen auch für die Nicht-Einzelhandelsnutzungen
- Darstellung von Kopplungsbeziehungen auf Unternehmens-, Immobilien- und Standortebene
- Erfassung von besonderen Spezialisierungen (z. B. „Bio“ oder „Wellness“)
Mit dem Erhebungsraster soll die Identifizierung und Erfassung innerstädtischer, wirtschaftlicher Aktivitäten gelingen, die bisher nicht erfasst wurden und die sich eventuell als Akquisitionsobjekte im Citymanagement oder in der Wirtschaftsförderung eignen.
Das Erhebungsraster setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen, die je nach Zielrichtung der Erhebung zur Anwendung kommen können, aber nicht müssen. Dieser flexible Aufbau ermöglicht es, die für eine spezifische Fragestellung notwendigen Erhebungsmerkmale individuell einzusetzen. Damit ist der Einsatz des Rasters für verschiedenste Fragestellungen und Nutzer, wie z. B. Citymanager, Wirtschaftsförderer, Stadtplaner oder auch Immobiliengesellschaften und Einzelhandelsgutachter, möglich.
Das DSSW strebt mithilfe der auf dieser Seite zum Download bereitgestellten Informationen eine weitergehende Ausarbeitung des Erhebungsrasters sowie eine laufende Anpassung an die Anforderungen der praktischen Arbeit vor Ort an. So ist in einem nächsten Schritt die Entwicklung zielgruppenspezifischer Module angedacht. Diese Module umfassen eine für die Anforderungen des jeweiligen Anwenders (z. B. City-Manager, Wirtschaftsförderer, Einzelhandelsgutachter, etc.) spezifische Zusammenstellung von abzufragenden Merkmalen.
Aufbau des Erhebungsrasters
Um eine hohe Genauigkeit bei der Erfassung der Nutzungen sicherzustellen, soll die aus der amtlichen Statistik stammende Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) im Erhebungsraster als Basisklassifikation dienen. Da die WZ nicht nur die Einzelhandelsbranche, sondern alle wirtschaftlichen Aktivitäten klassifiziert, kann somit jede Art von Nutzung kategorisiert werden: Der Marktstand genauso wie der Sportplatz, der Geigenbauer oder das Amtsgericht. Klassifikationsgegenstand ist immer die betriebliche Einheit vor Ort, also z. B. die örtliche Filiale eines großen Einzelhandelsunternehmens.
Neben der WZ stehen die folgenden Merkmale als Teile des DSSW-Erhebungsrasters zur Verfügung:
Allgemeine Daten
Anmerkungen, Name und Adresse der Einrichtung
Spezielle Merkmale
Nutzungskopplung, Sortiment, Wertigkeit des Angebotes, Betriebsform des Einzelhandels, Bedienung/Beratung/Betreuung, Nutzfläche in Größenklassen, Nutzfläche in m², Standortlage, Saisonalität, Standortorganisation, Absatzorientierung, Öffnungszeiten, Gesamterscheinungsbild außen, Zuordenbare Parkplätze
Weitere Merkmale befinden sich in der Bearbeitung. Neben Anmerkungen zu den oben aufgeführten Merkmalen, freuen wir uns auch über Vorschläge und Anregungen zu weiteren, hier noch nicht aufgeführten Merkmalen.
Ausführliche Erläuterungen zur Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) und zu den einzelnene Merkmalen finden Sie in der DSSW-Arbeitshilfe DSSW-Erhebungsraster. Diese umfasst die aktuellen Testversion des Erhebungsrasters (xls-Datei) und ein Dokument mit Erläuterung zum Raster und zu den einzelnen Merkmalen. Zu den einzelnen Downloads dieser beiden Dokumente geht es in der rechten Spalte.
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