Hist.Urban
Integrierte Revitalisierung historischer Städte zur Förderung einer polyzentralen und nachhaltigen Stadtentwicklung
Hintergrund des Projektes
Mittel- und Osteuropa zeichnet sich durch eine Vielzahl kleiner und mittelgroßer Städte aus, deren historische Stadtkerne zum Erbe europäischer Baukultur zählen. Infolge rasant fortschreitender sozialer, wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen stehen diese Städte vor großen Herausforderungen: Um zur Stärkung einer polyzentralen und ausgewogenen Siedlungsentwicklung beitragen und ihre Funktion als Motor für die regionale Entwicklung wahrnehmen zu können, müssen sie wettbewerbsfähige und attraktive Städte sein. Dazu stellt das einzigartige baukulturelle Erbe ein identitätsstiftendes Element dar, welches es im Rahmen der Stadtentwicklung zu bewahren und weiterzuentwickeln gilt.
Ziele des Projektes
Hist.Urban entwickelte integrierte Konzepte, Strategien und Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Stadtentwicklung kleiner und mittlerer historischer Städte und ihrer Regionen. Dabei stand die Bewahrung und Inwertsetzung des baulich-kulturellen Erbes im Vordergrund. Folgende Ziele wurden verfolgt:
- Stärkung der Stadtfunktionen (Kultur, Tourismus, Wirtschaft, Handel, Dienstleistungen, Freizeit und Wohnen), auch in sozialer und ökologischer Hinsicht,
- Erneuerung und Nutzung des baukulturellen Erbes als Entwicklungsfaktor,
- Unterstützung lokaler und regionaler Entscheidungsträger bei der Anwendung integrierter und umsetzungsorientierter Revitalisierungsansätze und Instrumente.
Aktivitäten
Die Projektpartner entwickelten vor Ort integrierte und praxisorientierte Revitalisierungsansätze (Konzepte, Pläne, Leitfäden) und setzten diese zu Teilen um. Durch transnationale Aktivitäten (Konferenzen, Workshops) fand ein Erfahrungs- und Wissensaustausch statt, der die lokalen Aktivitäten miteinander verband.
Ergebnisse
Die Ergebnisse von Hist.Urban wurden in einem transnationalen Handbuch zu integrierten Revitalisierungsansätzen für historische Städte zusammengefasst. Es beinhaltet die Darstellung beispielhafter Revitalisierungsstrategien und Instrumente sowie Handlungsempfehlungen für deren erfolgreiche Umsetzung. Dies wird lokale und regionale Entscheidungsträger bei der Implementierung solcher Ansätze unterstützen.
Weitere Ergebnisse waren:
• “European Declaration for integrated revitalisation of historic towns”
• Model for an integrated and implementation-oriented revitalisation process
• Concept for Strengthening the Urban Economy of Historic Towns
• 10 key messages for the urban rehabilitation and ecological revitalisation
• Overview about Hist.Urban’s ‘Good Practice and Local Actions’
Leadpartner
- Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Berlin
Partner
Österreich
- Stadt Graz
- Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Tschechische Republik
- Institut für Städtische Planung und Entwicklung der Stadt Pilsen
Deutschland
- Stadt Kaufbeuren
- Stadt Regensburg
- Stadt Wismar
- IRS – Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung
Griechenland
- Industrie- und Handelskammer Xanthi
Ungarn
- Zentrum für Regionalstudien, Ungarische Wissenschaftsakademie
Italien
- Stadt Faenza
- Stadt Teramo
- Stadt Verona
- Sviluppo Marche-SVIM inc.
Polen
- Stadt Sanok
- Stadt Sopot
Moldavien
- Plai Resurse
- Rumänien
- Stadt Arad
- Stadt Oradea
Projektmanagement
DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
Nils Scheffler
Nicolaistr. 9-11
12247 Berlin
Tel.: +49-30-3699 24364
Fax: +49-30-3699 24355
nils.scheffler@dsk-gmbh.de
Laufzeit: Februar 2006 – August 2008
Hist.Urban wurde durch die EU Gemeinschaftsinitiative INTERREG III B CADSES Neighbourhood Programme kofinanziert (EFRE).
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützte das Projekt durch das „Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit“ finanziell und politisch.
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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.





