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DSSW-Studie: Nutzung gewerblicher Leerstände: zwischen der Sicherung, Stärkung und Entwicklung von Standorten (2008)
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DSSW-Instrumente

Mit dem DSSW-Leerstandsmanagement bietet die DSSW-Plattform in Kooperation mit TERRAPLAN ein Instrumt an, mit dessen Hilfe Leerstände in einem Gebiet mit allen dazugehörigen relevanten Informationen erfasst und grafisch dargestellt werden können.

zum DSSW-Leerstandsmanagement

Weitere Informationen

Gründungen im Leerstand managen: Wie räumlich Ressourcen zum Startpunkt neuer Unternehmensmodelle werden, DSSW-Artikel im
DV aktuell 04/2007, S. 7 

Leerstandsmanagement in Geschäftsstraßen: Erkenntnisse aus der Projekt abschließenden Expertenwerkstatt, DSSW-Artikel im
DV aktuell 4/2006, S. 5-6

DSSW- Studie: Leerstandsmanagement in Geschäftsstraßen

Ziel war es, Strategien zum Umgang mit zentralen, für den Erhalt von Geschäftsstraßen wichtigen Leerständen und Brachflächen zu erarbeiten und die Handlungsfelder zur Aktivierung solcher Flächen praxisorientiert aufzubereiten.

 

Projektergebnisse

Im Umgang mit wachsenden Leerständen von einzelnen innerstädtischen Lagen wie auch ganzen Standorten kleinerer Kommunen hat sich Leerstandsmanagement als Schlagwort durchgesetzt. Dieser Begriff weist zwar auf die Problematik und den Handlungsbedarf hin, ist jedoch nicht geeignet, die spezifischen Rahmenbedingungen einzelner Leerstandssituationen zu beschreiben und konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen.

  • Leerstandsdynamik: Verschiedene Ansätze eines Leerstandsmanagements wurden im Projekt zeitlich strukturiert dargestellt und Eingriffsmöglichkeiten nach Dauer des Leerstands eingeordnet. Aus diesem Modell geht hervor, in welchen Etappen sich Leerstand typischerweise bildet und ausweitet, welche Maßnahmen die einzelnen Phasen begleiten können und welche weiteren Entwicklungen und Schritte Erfolg oder Scheitern dieser Maßnahmen nach sich zieht.

  • Maßnahmen eines Leerstandsmanagements: Die Schwierigkeit bei der Zuordnung vieler Strategien in der Praxis ist, dass Initiativen und Aktionen vor Ort oft an temporäre Fördermittel geknüpft sind und selten die erforderliche Kontinuität gegeben ist, um Maßnahmen aufbauend für die Entwicklung des Standorts einzusetzen. Die im Projekt erarbeitete Strukturierung von Handlungsoptionen entsprechend ihrem finanziellen und organisatorischen Aufwand erlaubt eine realistische Einschätzung, wie angemessen und durchführbar einzelne Schritte sind.

 

    • Leerstandstypen: Erfolge oder Misserfolge angewandter Strategien und Maßnahmen hängen stark von der Problemlage und Leerstandsursache vor Ort ab. Steuerungsansätze sind umso effizienter, je realistischer der Verfestigungsgrad des Leerstands beurteilt wird. Im Umkehrschluss können unterschiedliche Leerstandstypen auch entsprechend ihrer Steuerbarkeit eingeordnet werden: z. B. struktureller Leerstand bei Abwanderungsgebieten, Leerstand induzierter Leerstand bei weg brechendem Ankermieter, Umbruchsleerstand bei verlagerten Frequenzen durch ein neues Einkaufszentrum etc.
    • Nutzungskonzepte zur Wiederbelebung von Leerstandslagen betreffen nicht nur den Handel. Die Bandbreite reicht von temporären Nutzungen mit Eventcharakter z. B. zur Weihnachtszeit (Kulturkarawane Brandenburg) über Testnutzungen von Designstudenten bis hin zur gezielten Vermarktung und Etablierung eines gesamten Viertels als Freizeitstandort (Brückstraßenviertel Dortmund). Viele sowohl kurzfristig angelegte Zwischennutzungen als auch längerfristig wirksame Umorientierungsmaßnahmen sind im Bereich Freizeit, Kultur und Unterhaltung zu finden.

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    Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
    im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.