DSSW-Materialien

Dokumentation: DSSW-Veranstaltungsreihe "Integration von innerstädtischen Einkaufszentren" (2007)
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Projektbericht: Steuerungsansätze zur Integration innerstädtischer Einkaufszentren (2007)
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DSSW-Projekt: Potenziale von größeren Innenstadtentwicklungsprojekten und Mischnutzungskonzepten

  • Was sind aktuelle Trends der innerstädtischen Projektentwicklung, welche Potenziale und welche Entwicklungshemmnisse bestehen?
  • Was sind die Erfolgsfaktoren verschiedener Projektentwicklungsansätze?
  • Welche Rolle bei der Projektentwicklung spielen neben den Marktvoraussetzungen weiche Standortfaktoren, wie z. B. Standortimage und Atmosphäre, individuelle Zielgruppenansprache, Kooperationsbereitschaft lokaler Akteure?
  • Wie lassen sich Methoden der Marktanalyse und –prognose bei Projektentwicklungen von Mischnutzungskonzepten anwenden?
  • Wann und wie ist eine Beteiligung oder ggf. die Steuerung von öffentlicher Seite sinnvoll?

Instrumente

Im Auftrag des DSSW und mit Hilfe eines dafür entwickelten Erfassungsschemas erhebt seit Mai 2008 ein Team des Fachbereichs Immobilien-Projektentwicklung der TU Wien die „Logiken“ der Entwicklung gemischt genutzter Immobilien, die über ein zentrales Management verfügen. Diese Immobilien haben das Potenzial, in sozial oder ökonomisch problematischen innerstädtischen Lagen Aufwertungs- und Revitalisierungsprozesse anzustossen. Die Untersuchung versucht an mehreren Beispielen – von Barcelona (Markthalle Santa Caterina) bis Fürstenwalde (Kulturfabrik), von Projektentwicklungen der Kulturwirtschaft (z. B. Baumwollspinnerei Leipzig) über Existenzgründungszentren (z. B. Weiberwirtschaft Berlin), Redevelopment von Bahnhofsgebäuden (z. B. Bürgerbahnhof Landsberg) bis zu Einkaufszentren (z. B. Clemensgalerien Solingen) – anschaulich zu machen, welche Prozesse und Faktoren entscheidend für eine erfolgreiche Entwicklung sind. 


Projekthintergrund

Große, zeitgleiche, kompakte Ansiedlungen unter der Regie einer Projektentwicklung und eines gemeinsamen Managements bewähren sich überwiegend erfolgreicher am Markt. Dabei hat der Einzelhandel nicht mehr die einzige tragende Funktion inne. Die Weiterentwicklung von Nutzungskonzepten trägt wesentlich zur Stärkung und Profilierung von Innenstädten als Wirtschaftsstandort bei. Neue, individuelle Lebensstile und ein wachsender Druck zur Herausbildung von Alleinstellungsmerkmalen im Wettbewerb mit anderen Angeboten fördern den Aufschwung vielseitiger Nutzungskonzepte jenseits traditioneller Branchenabgrenzungen. Neue Einkaufszentren reagieren erfolgreich auf diese Trends durch Konzentration von Handelsformaten. Attraktive Angebots- und Branchenmischungen funktionieren aber auch zunehmend im Bestand. So entstehen an zentral gelegenen Standorten mit hohem Frequenzpotenzial neue Anziehungspunkte, die ungenutzte großflächige Immobilien, wie z. B. Industriebrachen, Post- und Bahnhofsgebäude und alte Markthallen, wieder funktionsfähig und attraktiv machen. Die Bandbreite der Beispiele reicht von klassischen innerstädtischen Einkaufszentren über kreativwirtschaftlich geprägte Projekte bis hin zu Technologie- und Gründerzentren.

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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.