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DSSW-Materialien

Projektbericht: Standortinformationssysteme in der Geschäftsstraßenentwicklung (2007)
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Vortrag von Gaby Boele-Keimer auf der Sitzung des Bund-Länder-Ausschusses Binnenhandel am 8.12.2006
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DSSW-Studie: Effizienzsteigerungsmöglichkeiten durch Standortinformationssysteme in der Geschäftsstraßenentwicklung

  • Die Studie verschafft einen Überblick über derzeit in der Standortentwicklung eingesetzte Informationssysteme und leistet damit einen Beitrag zur Entwicklung von "High-End"-Datenverarbeitungsanwendungen in der Geschäftsstraßenentwicklung.
  • Ausgewählte Standortinformationssysteme werden vertiefend hinsichtlich Nutzen und Anforderungen für die innerstädtische Standortentwicklung untersucht.     
  • Einsatzmöglichkeiten von Standortinformationssystemen werden vorgestellt, Nutzer- und Zielgruppen von Standortinformationssystemen beschrieben, relevante Datenstrukturen und ihre Quellen dargestellt sowie Handlungsempfehlungen für die zukünftige Umsetzung eines entsprechenden Systems gegeben.

Projekthintergrund

Geographische Informationssysteme (GIS) sind hilfreiche Instrumente bei Analyse, Entwicklung und Vermarktung einer innerstädtischen Geschäftsstraße. Sie ermöglichen eine effektive Verwaltung und Präsentation von umfassenden Daten zu Mietpreisen, Branchenmix, Nutzungsmöglichkeiten von Ladenflächen, Leerständen, Gebäudestrukturen, geplanten Investitionen, Erreichbarkeitsmerkmalen, soziodemographischen Daten u. a. Allerdings werden GIS bisher noch selten in der Geschäftsstraßenentwicklung angewandt. Zwar liegen oben genannte Informationen teilweise verschiedenen Institutionen vor. Sie sind jedoch häufig nicht verfügbar, unaktuell oder nur bedingt aussagekräftig. Zu viele Ressourcen werden für die Beschaffung und Aufbereitung von Daten beansprucht – Ressourcen, die für andere Aktivitäten der Standortaufwertung dringend benötigt würden.

Die für eine erfolgreiche Innenstadtentwicklung angestrebte Verzahnung von Dienstleistungsbranchen mit dem Einzelhandel macht es erforderlich, Gebäude- und Nutzungsstrukturen nicht nur zweidimensional abbilden zu können, sondern auch die Nutzungen in den einzelnen Etagen eines Gebäudes mit einem detaillierten Branchenschlüssel zu erfassen. Eine technische Lösung, die eine Kopplung von 3D-Darstellung und GIS erlaubt, würde diese Anforderung enorm unterstützen.

Die besondere Herausforderung besteht darin, die für die Entwicklung und das Management von Geschäftsstraßen relevanten Informationen aus verschiedenen Datenbanken über Geo-Indices unter einer Softwareoberfläche verfügbar zu machen. Hierzu bedarf es sowohl technischer (z. B. Kompatibilität, Bedienungskomfort, dreidimensionale Darstellung) als auch organisatorischer (z. B. Dateneinspeisung, Pflegeaufwand, Interoperabilität, Zugriffsrechte) Lösungen.

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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.