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DSSW-Studie: Unternehmenstrukturen, Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft unterschiedlicher Unternehmenskonzepte
Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen innenstadtrelevanten Unternehmenstypen im Dienstleistungs- und Einzelhandelsbereich zu gewinnen und deren Handlungsspielräume in Bezug auf Standortkooperationen zu erforschen. Insbesondere sollen die unterschiedlichen Unternehmensstrukturen von Franchiseunternehmen, Filialen, Einzelunternehmen in Verbundgruppen ermittelt und deren Unterschiede in Bezug auf verschiedene Merkmale herausgestellt werden. Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen:
- Welche unterschiedlichen in innerstädtischen Lagen relevanten Unternehmenstypen gibt es?
- Welche Merkmale und Unterschiede gibt es bezüglich örtlicher Lage/örtlichem Standort (Einkaufszentrum, Geschäftsstraße, a/b-Lage, Nebenzentrum, grüne Wiese) sowie Internationalisierungsgrad?
- Wie können Filialisten, Franchisenehmer und Verbundgruppenmitglieder zur Stärkung der regionalen Identität des Standortes eingebunden werden (z. B. Einlistung regionaler Produkte, Einbindung in innerstädtische Standortgemeinschaften)?
- Wie kann eine verbesserte Zusammenarbeit für eine lokale Standortentwicklung erreicht werden?
- Wie könnten die Handlungsspielräume der Betriebe auf der lokalen Ebene besser ausgeschöpft werden? Wie kann eine sinnvolle und wirksame Kommunikation gestaltet werden?
Zwischenergebnisse
(Eine ausführliche Darstellung der Zwischenergebnisse können Sie sich in der rechten Spalte kostenlos herunterladen).
- Unternehmenskonzepte werden immer häufiger kombiniert. Lediglich die Filialisten findet man in „Reinform“.
- Verbundgruppen führen zunehmend sowohl Regiebetriebe (Filialen) und Franchise-Systeme neben der klassischen Form des Verbundes.
- Franchise-Systeme haben oft eine Mischung aus Eigenbetrieben und Franchisenehmern (z.B. McDonald). Eigenbetriebe werden dabei oft als Pilotbetriebe zum Test von konzeptionellen Änderungen oder Innovationen gegründet.
- Zunehmend spielen Gastronomiebetriebe, Immobilienunternehmen, Sparkassen und Freizeitunternehmen eine größere Rolle bei Kooperationen als Handelsunternehmen.
- Viele Unternehmen sind Mitglieder von Werbegemeinschaften oder Gewerbevereinen, da hier der Grad der Einflussnahme hoch eingeschätzt wird.
- Bei der Beteiligung (z. B. von Kaufhäusern) an BIDs wird, anders als beim City- und Stadtmarketing, zentral im Einzelfall über Beteiligung und Finanzierung entschieden.
- Die meisten Unternehmen beteiligen sich an Einzelprojekten einer Standortkooperationen, je nach zu erwartendem Erfolg für das Unternehmen.
- Die Kooperationsbereitschaft ist von Strukturkriterien sowohl der Unternehmerseite (z. B. Betriebsform, Kapazitäten, Geschäftführer) als auch der Standortkooperation (z. B. Akteursspektrum und -Umfang, Konzept, Controlling-Maßnahmen) abhängig.
Instrumente
Mittels Recherche und Interviews wird die Thematik umfassend bearbeitet, um anschließend anhand wesentlicher Merkmale eine Systematik zu entwickeln, die die einzelnen Unternehmenstypen entsprechend vergleicht. Eine umfangreiche Zahl von Best Practice-Beispielen soll verdeutlichen, wie die Einbindung der lokalen Unternehmen umgesetzt werden kann. Ein wesentlicher Bestandteil der Untersuchung besteht in der Formulierung von Handlungsempfehlungen, die den Zielgruppen (City-Manager, Wirtschaftsförderer, Franchisenehmer, Zentralen, etc.) an die Hand gegeben werden. Die gesamte Untersuchung wird in Form einer Studie publiziert.
Projekthintergrund
Die Einbindung von Einzelunternehmen in lokale Standortkooperationen und die Nutzung regionaler Besonderheiten ist ein Weg, die Vielfalt der Innenstädte zu fördern und den regionalen Bezug herzustellen. Hieraus ergeben sich Vorteile und Synergieeffekte für alle Beteiligten. Derzeit sind Städte und deren Geschäftsbereiche jedoch zumeist durch ein einheitliches Erscheinungsbild von Dienstleistungs- und Einzelhandelsunternehmen geprägt, das sich aufgrund der Veränderungen durch Konkurrenzdruck und Unternehmenskonzentration entwickelt hat. Um die Bindung der Konsumenten an die Innenstadt zu erhöhen, ist die Teilnahme an Werbe-/Standortgemeinschaften und Kooperation mit örtlichen Unternehmenseinheiten eine sinnvolle Maßnahme für eine lebendige und attraktive Stadt. Die unterschiedlichen Unternehmenskonzepte und –strategien von Franchise-, Filialsystemen und Verbundgruppenmitgliedern und deren Handlungsspielräume für die Zusammenarbeit in lokalen Standortgemeinschaften sind bisher noch nicht untersucht worden. Mit den Ergebnissen der Studie werden innenstadtrelevanten Akteuren Informationen und Erkenntnisse an die Hand gegeben, die einerseits die Vielfalt der unterschiedlichen Strukturen und Konzepte verdeutlichen und andererseits Möglichkeiten der Kooperation und die sich daraus ergebenden Vorteile und Synergieeffekte für alle Beteiligte aufzeigen.
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Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft
im Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.

